Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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nung des ſpaniſchen Feldherrn immer mehr Zeit dazu als ſeine eigenen raſchern Landsleute. In dieſer An⸗ ſicht mußte er aber wenigſtens bei Günther eine Aus⸗ nahme machen. Schon daß derſelbe der ſpaniſchen Sprache ganz mächtig war, erleichterte das Verſtändniß, und nächſtdem zeigte er ein ſo entſchiedenes Eingehen in die Gedanken des Herzogs, eine ſo klare Einſicht in die Aufgabe, die ihm geſtellt wurde, daß Alba ſich viele Worte ſparen konnte. Auch das war ihm lieb. Nach⸗ dem er ihm ſeine Befehle ertheilt hatte, fragte er ihn, ob er wirklich ein Vetter der Grafen von Schwarzburg ſei.

Mein Vater war ein Graf von Schwarzburg, antwortete Günther mit einem ruhigen und feſten Blick. Meine Mutter, ſeine rechtmäßige Ehefrau, iſt aber nicht fürſtlichen Standes, ſondern eine einfache Bür⸗ gerstochter geweſen. Der Herzog hätte jetzt in den Augen des Mannes, der vor ihm ſtand, etwas wie Stolz wahrnehmen können, er achtete aber nicht darauf und fragte auch nicht weiter. Was kümmerte ihn die Herkunft, wenn der Krieger nur ſonſt ſeine Schuldigkeit that! Konnte ſich ſelbſt der vornehmſte deutſche Edelmann einem geringen ſpaniſchen Hidalgo von reinem blauen Blute gleichſtellen?

Hidalgos und Granden, wenigſtens Söhne von letztern, warteten im weiten Vorgemache des herzog⸗