Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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ſchluß, ſeit er daſſelbe verlaſſen hatte, dort gefaßt wor⸗ den war, und hätte er es auch geahnt, ſo würde er es nicht verrathen haben. Seine Ausſage entſprach durch⸗ aus dem Schreiben des Kurfürſten, das er als Antwort für ſeinen Herrn, den Landgrafen, erhalten hatte. Es war ihm abgenommen und dem Herzog Alba übergeben worden, der ſich daſſelbe hatte überſetzen laſſen, um den Inhalt ſeinem Monarchen vorzutragen. Der Kaiſer war denn der Meinung, daß er dem Kurfürſten bei Meißen werde eine Schlacht liefern können, dazu aber mußte er ſeiner Infanterie nach den anſtrengenden Märſchen Zeit zur Ruhe und Stärkung geben, und er hatte zwei Tage dazu beſtimmt. Die leichte Reiterei ſollte während derſelben fort und fort kleine Abthei⸗ lungen auf Kundſchaft gegen die Elbe ausſenden, um von jeder Bewegung des Feindes ſogleich Nachricht zu bringen. Herzog Moritz rieth zu dieſer Vorſicht, ob⸗ gleich er den Kurfürſten genugſam kannte, um an⸗ zunehmen, daß er ſeine Anſichten und Beſchlüſſe be⸗ harrlich, wie immer, feſthalten werde. Wenn er ſich aber doch endlich überzeugte, daß der Rath des Landgrafen, den er in ſeiner Antwort abge⸗ lehnt hatte, ein ſehr weiſer ſei, konnte er ihn im mer noch ausführen und jede Stunde, die er Vor⸗ ſprung gewann, war ein Verluſt für ſeine Gegner.