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„Sie hat Euch wohl auch gefallen, Hans? Geſteht es nur!“
Der Reiter warf ſich auf das einfache Lager im Zelte, das von den hochgethürmten Feld⸗ oder„Reis⸗ betten“ mit Vorhängen, welche andere Hauptleute mit ſich ſchleppten, ſehr abſtach und ſchon oft Verwun⸗ derung erregt hatte. Ein tiefer, vernehmlicher Seufzer, der ſich aus der breiten Bruſt des Soldreiters rang, ſchien die Gewiſſensfrage, die er beantworten ſollte, zu bejahen. Er ſprach jedoch:„Gefallen hat ſie mir wohl, wie andere hübſche Weibsbilder, aber ſo recht von Herzen doch nicht; das hat nur eine, die ich ſpäter geſehen habe. Was hilft's aber Alles, die will nichts von mir wiſſen!“ Er ſeufzte noch einmal, tiefer und ſchwerer als vorher.
Günther hatte die Frage nur müßig hingeworfen. Er ſprach mit Jedem in ſeiner Art, gegen den ehrlichen henneberger Landsmann konnte er nicht ernſtere und gewichtigere Saiten anſchlagen. Sein Geſtändniß, noch mehr ſein Seufzen verwunderte ihn; wie ein ſchmach⸗ tender Liebhaber ſah der robuſte Hans gar nicht aus! Weiter zu forſchen hatte er keinen Grund, Hans ſchien jedoch ſein Herz endlich erleichtern zu wollen.
„Meinen Vetter Valentin kennt Ihr“ begann er.
„Er iſt zwar vierzig Jahre älter als ich, aber doch


