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Verdruß, daß ſie längſt fort ſei. Er konnte nicht hoffen, ſie auf ihren jungen flinken Beinen einzuholen, ſetzte alſo ſchmollend ſeinen Weg nach Orlamünde fort, wo er bei dem geweſenen Abt des Wilhelmitenkloſters Ellinger, dem der Kurfürſt bei ſeiner Verheirathung des aufmunternden Beiſpiels wegen die Einkünfte ſeines aufgehobenen Kloſters geſchenkt hatte, immer einen guten Abſatz fand.
Es war die Abſicht der Gräfin Katharina geweſen, die Verwandten in Arnſtadt morgen einmal wieder zu beſuchen; die Nachricht von dem Unglücksfall der alten Frau von Ehrenſtein bewog ſie, noch heute zu fahren und ſich unterwegs nach dem Befinden der Leidenden zu erkundigen. Vielleicht trugen auch die weitern An⸗ deutungen Kandel's, auf welche ſie ſich nicht mit ihm eingelaſſen hatte, dazu bei. Sie nahm ihre beiden Töchter mit, welche ihre Couſinen ſehr lieb gewonnen und mit den jüngſten, obſchon dieſe nur ſieben und ſechs Jahre alt waren, gern ſpielten. In dieſer fröh⸗ lichen Erwartung plauderten die Mädchen im Wagen viel, die Hofmeiſterin bemerkte aber wohl, daß die Gräfin immer ernſter wurde, und geſtattete ſich zuletzt eine Frage. Es war eine hingeworfene Aeußerung des Krämers, welche Katharina nicht verloren gegangen war und ſie nach der kurzen Ablenkung ihrer Gedanken


