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ſelbſt begegnet. Eure gräfliche Gnaden kennt ihn auch, es iſt der, dem vor Jahr und Tag hier nachgeſetzt wurde, jetzt kann er ſich aber frei ſehen laſſen, denn er hat Frieden von ſeinem Herrn und iſt ein Bote von ihm, ich glaube gar an den Kaiſer, der ſchon bei ſtehen ſoll. Gott behüt' uns! Die Sachſen—
„Laß dieſe Dinge!“ ſchnitt ihm die Gräfin ſeine Rede ab.„Ich fragte Dich nach der Frau von Ehren⸗ ſtein. Das Fräulein hat Dich alſo hieher geſchickt?“
„Sie fragte, wo ich hin wolle, und als ich ihr Be⸗ ſcheid gab, trug ſie mir auf, Eure gräfliche Gnaden in ihrem Namen um Urlaub für die Lisbeth zu bitten. Warum, das hat ſie mir nicht geſagt. Aber ich kann mir's wohl denken. Der Freier, den ſie abgewieſen hat— es ſollt's Niemand wiſſen, aber ſo etwas erfährt man doch, abſonderlich wenn mam ſelber eine hat, die darum weiß— nun alſo der Freier war doch wieder ein⸗ mal oben geweſen— ich kenne ihn, ein Junker von Fehde aus Eurer gräflichen Gnaden Land Henneberg“
Die Gräfin kannte das Geſchlecht, aber ſie winkte dem Krämer zu ſchweigen, da ſie an ſeinen Neuigkeiten, die er faſt noch lieber als ſeine Waaren auspackte, kein Gefallen hatte. Sie wußte nun, was der Frau von Ehrenſtein widerfahren war; der Sturz des alten


