Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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würdigen Frau zu leſen war.Was kann die aber helfen? Mutter Anne wäre beſſer!

Die wird ſchon auch geholt ſein, gräfliche Gnaden. Die Lisbeth ſollte doch auf den Ehrenſtein ziehen, weil das Fräulein ein abſonderliches Wohlgefallen an ihr gefunden hatte; nun ging das aber nicht, weil ſie ſchon allhier bei Euer Gnaden Schloßgeſind durch ihre Muhme verdungen war. Jetzt

Schon gut, Kandel! unterbrach ihn die Gräfin. Das Fräulein wird Dir ihren Grund nicht geſagt haben. Weißt Du etwas Näheres über den Fall der armen Frau von Ehrenſtein? Haſt Du das Fräulein ſelbſt geſprochen?

Ja, gräfliche Gnaden. Ich wollte oben einmal wieder anfragen, da begegnete ich draußen den beiden Junkern mit dem abſcheulichen Hunde, der mich wieder anfiel; ich fürchtete mich aber nicht und wies ihn ab. Inzwiſchen kam das Fräulein dazu, rief den Hund ab und ſchalt die Junker und ſagte mir, daß heute nichts für mich zu machen ſei, weil die geſtrenge Frau ſich ſchier zu Tod gefallen habe, im Schreck über ihren Herrn, der mit ſeinem Zottel geſtürzt, unten beim Dorfe, wie er einem, den er gern hat ſprechen oder fangen wollen, nachgejagt iſt. Wer das geweſen, das hat mir das Fräulein nicht geſagt, ich bin ihm aber nachher