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Du mir ein Herzeküßchen, ſo ſollſt Du's auch gleich erfahren.“ Er nahte ihr ſchon mit geſpitztem Munde.
Sie hob aber ihre kleine harte Hand, um ſich in wehrhaften Stand zu ſetzen, und er wollte doch den äußerſten Folgen ſeiner Zärtlichkeit nicht begegnen. „Nun, ich erzähle Dir's unterwegs! Warte auf mich! Die Audienz wird ja nicht ewig dauern.“ Er verließ ſie, da ſchon ein Diener aus dem nächſten Gemach, das nach dem Zimmer der Gräfin führte, ihn zu rufen
kam. Lisbeth dachte aber nicht entfernt daran, auf“
ihn zu warten, ſondern hatte in wenig Minuten ſchon zuſammengerafft, was ſie etwa für eine kurze Abweſen⸗ heit brauchte, und trat ihre Wanderung an, ehe er noch von der Gräfin entlaſſen war. Daß er ſie mit ſeinem Kaſten auf dem Rücken nicht einholte, dafür wollte ſie ſchon ſorgen.
„Nun, Kandel“ redete ihn die Gräfin an, als er mit tiefen Verbeugungen eintrat und an der Thür ſtehen blieb,„was iſt der guten Frau von Ehrenſtein be⸗ gegnet? Du haſt geſagt, ſie ſei verunglückt.“
„Sie hat einen grauſamen Fall gethan“ erwiderte der Krämer.
„Und das Fräulein hat Dich hieher nach der Lis⸗ beth geſchickt?“ fragte die Gräfin, in deren Mienen ein lebhaftes Bedauern über den Unfall der alten
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