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„Verunglückt? Frau von Ehrenſtein?“ rief die Gräfin.„Was iſt ihr geſchehen?“ „Das weiß ich nicht“ erwiderte das Mädchen.
„Der Kandel wußt' es auch nicht, er war gleich her⸗
gelaufen.“
„Iſt er noch hier? Rufe ihn herein!“ befahl die Herrin.„Du kannſt Dich auf den Weg machen, ſobald Du willſt, der Krämer mag Dich begleiten.“
„Auf den warte ich nicht, ich geh' ſchon allein“, ſagte Lisbeth.„Der will auch weiter nach Orla⸗ münde, hat er geſagt. Ich ruf ihn gleich.“ Im äußerſten Vorzimmer harrte der Krämer auf Beſcheid, er wollte auch gern hören, warum das Fräulein durch⸗ aus die Lisbeth haben wollte, da ſie doch andere Mägde hatte und die Lisbeth gewiß nicht auf lange abkommen konnte. Das fragte er auch, ſobald ſie aus dem Gemach der Gräfin kam, und als er keinen Be⸗ ſcheid erhielt, wollte er ſie durchaus nach dem Ehren⸗ ſtein begleiten, ſein Geſchäft in Orlamünde könne warten. Sie hieß ihn aber dem Befehle der Frau Gräfin gehorchen und ermahnte ihn noch, ſie nicht etwa zu belügen, ſondern es ehrlich zu ſagen, wenn er nicht wiſſe, was auf dem Ehrenſtein geſchehen ſei.
„Wie werd' ich denn das nicht wiſſen?“ entgegnete er, die ihm halb Zugeſagte verliebt anlächelnd.„Gibſt


