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im beſten Sinne— wie ſtand es bei den Verbün⸗ deten? Gar traurig!
Im Süden regte ſich der Frühling ſchon mit Macht, im Herzen von Deutſchland, in Franken und Thü⸗ ringen, hatte er aber noch um jeden Schritt zu kämpfen den er dem Winter auf den Bergen abgewann. Oben lag immer noch Schnee an vielen Stellen, ob auch die Saale vom Waldſtein auf dem Fichtelgebirge, wo ihre Quelle liegt, der Main und die andern Flüſſe immer mehr Waſſer herabführten. In den Thälern wurde es aber ſchon luſtig grün, die Gräſer ſproßten, die zeitigſten Frühlingsblümchen hoben ihre bunten Köpf⸗ chen aus der Erde, die Knospen an den Sträuchern und Bäumen fingen an zu ſchwellen. Stürmiſche Lüfte fegten die Nebel hinweg, die immer von meuem aus den Schluchten und Höhlen der Berge empordampften und ſich zu Wolken ballten, am Himmel jagten ſich wunderliche Gebilde, unſichtbar in der Höhe ſchwebten die Lerchen und ließen ihren fröhlichen Geſang er⸗ ſchallen, die Kuppen, welche lange Zeit verhüllt ge⸗ weſen, ragten mit klaren Umriſſen im leuchtenden Blau des Aethers. Wie ſtimmte das Alles der Menſchen Gemüther zu neuer Hoffnung und Freude!
Am Fenſter ihres Zimmers ſtand Katharina von Schwarzburg und ſchaute mit hellen Augen den Wolken
Bernd von Guſeck, Katharina von Schwarzburg. II. 14


