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dem Throne in großer Verſammlung ein Gleiches zu thun. Hier habe er ein klägliches Sündenbekenntniß durch den Mund ſeines Kanzlers abgelegt. Der ſpa⸗ niſche Geſchichtſchreiber Avila als Augenzeuge berichtet von jener Roßfabel nichts, wie ſich überhaupt ſein Werk durch einen würdigen und edlen Ton auszeichnet. So war denn ganz Süddeutſchland dem Kaiſer unter⸗ worfen, gerade im März, als der Kurfürſt von Sachſen bei Rochlitz geſiegt und das ganze Land des Herzogs Moritz bis auf Dresden und Pirna erobert hatte und in Böhmen ſich die gefährliche Bewegung zu ſeinen Gunſten immer gewaltiger ausbreitete, während der Landgraf von Heſſen neue Rüſtungen betrieb. Die niederſächſiſchen Bundesſtädte Bremen, Braunſchweig, Goslar, Hamburg, Magdeburg, Hildesheim, Göttingen, Hannover, Minden und andere, alle norddeutſchen Bundes⸗ oder religionsverwandten Fürſten, ſelbſt die fremden Könige, an die man ſich gewandt, konnten doch immer noch Beiſtand leiſten und der Krieg eine furchtbare, welthiſtoriſche Wendung nehmen. Es fam nur darauf an, welche Partei von der augen⸗ blicklichen Lage den meiſten Vortheil zu ziehen ver⸗ ſtand. Drüben freilich ein ſtarker Wille, die Ein⸗ heit des Gedankens, die Einheit des Kriegsbefehls, der geſchickteſte Feldherr, ja der Kaiſer ſelbſt ein ſolcher


