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volk zum großen Theil niedergemacht. Was davon begnadigt wurde, mußte ſchwören, binnen vier Monden nicht gegen den Kurfürſten zu dienen, und zog dann mit weiß geſchälten Stäben, dem Zeichen ſchimpflicher Ergebung, von dannen.
Zerſprengt war alſo die Hülfsmacht des Herzogs, es kam nur noch darauf an, ihn ſelbſt zu ſchlagen, dann friſch im Siegeslaufe nach Böhmen hinein, wo die furchtbarſte Gährung waltete, in Prag die utra⸗ quiſtiſche Ritterſchaft ſich verſammelt hatte, Schaaren des huſſitiſchen Landvolks zuſtrömten, die alten huſſitiſchen Schlachtgeſänge, vor denen manches Reichsheer in ent⸗ nervender Furcht zerſtäubt war, in den Straßen nach hundertjähriger Ruhe wieder erſchallten und die Glocken vom Thein und vom Neuſtädter Rathhauſe, welche ſchon König Wladiskaw zu läuten ſtreng verboten hatte, ihre dumpfen, aufregenden Klänge hören ließen. Nur ein mannhafter Entſchluß, ein raſches Vordringen nach Prag, dem nichts im Wege ſtand, und Böhmen, deſſen Stände ſich der alten Erbeinigung mit Sachſen erinner⸗ ten, wäre dem Hauſe Habsburg verloren geweſen!
Der Kurfürſt ließ ſeinen Sieg bei Rochlitz den böh⸗ miſchen Ständen melden und erklärte ſich bereit, jene Erbeinigung mit ihnen zu erneuern, ſie ſchrieben ſchon eine allgemeine Rüſtung der drei Stände des König⸗


