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wir ſollten den Heinrich, der mit ſeiner Frau ſo ſtill lebt, daß kein Menſch in ganz Thüringen von ihm ſpricht, aus dem Spiel laſſen, ſie wollte ihm, der gar keine Kinder habe, nicht mit den unſerigen Unruhe machen und glaubte auch, in Deiner Nähe, Du herzhafte Katha⸗ rina, viel ſicherer zu ſein!“
„Was rühmt Ihr mich nur immer, wo ich doch ſo gar nichts gethan habe!“ entgegnete die Gräfin.
Sie verſprach ihm noch einmal, gleich morgen ſeine Frau zu beſuchen und ihr treulich zur Seite zu ſtehen, wenn Eliſabeth nicht ganz zu ihr auf die Heidecksburg ziehen wolle. Dann ſchied Günther von ihr und ſie blieb allein. Jetzt erſt konnte ſie Alles recht bedenken und erwägen, was er ihr erzählt hatte. Ueber den Stand des Krieges hatte ſie vielleicht beſſere Nachrichten als er, da ihr der Superintendent von Saalfeld immer mit⸗ theilte, was er durch ſeine Verbindungen in Augsburg erfuhr. Noch hielt ſich dieſe mächtige Stadt. Ihr tapferer Oberſt, den ſie mit den höchſten Anerbietungen aus des Kaiſers Dienſt lange vor dem Kriege in den ihrigen ge⸗ zogen hatte, war geſonnen, ſie bis zu ſeinem letzten Blutstropfen zu vertheidigen. Auch Herzog Ulrich von Würtemberg hatte ſich, ſoviel man wußte, noch nicht unterworfen, Straßburg, Frankfurt ebenſo wenig, von den vier Hauptorten der Städte nur Ulm. Dem Piſer


