Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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ihn in ſeinem Zelte beſucht und dieſer mitten im Kugel⸗

regen vor Ingolſtadt ſich als ſeinen Vetter bekannt habe, daß er nachher freilich zurückziehen wollen, aber doch, weil er ſich habe überrumpeln laſſen mit dem Worte Vetter, was nur auf den Namen Günther ge⸗ meint geweſen, ſeine Abkunft nicht länger geleugnet, und daß er der Sohn des Grafen Heinrich, der eigent⸗ lich der Einundvierzigſte heißen müßte, wenn ihm die Vettern nicht wegen ſeiner Heirath den Platz in der Reihe ſtreitig gemacht hätten— das hatte der junge Graf Günther ſeinem Vater wohl geſchrieben, und dieſem war es genügend, aber Katharina fand darin immer nicht erklärt, was ſie gern gewußt hätte, dieſe ſchein⸗ bare Veränderung in dem Weſen des Mannes, an dem ſie einen ſo natürlichen Antheil nahm. Hatte er end⸗ lich Alles überwunden? War er nun freier, offener geworden? Er konnte dann auch noch glücklich werden! Er war in der Blüte der Mannesjahre, hatte kaum die Mitte der Dreißig überſchritten, warum ſollte er

nicht ein Mädchen finden, das er noch lieb gewinnen

und das ihn glücklich machen konnte? Katharina wünſchte es ſo ſehr!

Gerade als ſie dieſem Gedanken recht lebhaft ſich hingab, fing der Graf, den die eingetretene Unter⸗ brechung ihres Geſprächs auf andere Ideen brachte,