Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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trägt jetzt ſtatt der gehofften Inful des Abts den Helm. Mein Sohn hat ihn im Lager des Kaiſers getroffen und ohne Umſtände als Vetter anerkannt.“

Katharina war nur einen Moment verwundert über die Mittheilung. Dieſe paßte aber zu der Begegnung im Haine, da war Günther's Erſcheinung ſchon die eines Kriegsmannes geweſen, und ſie hatte ihn gefragt, ob er den Weg gefunden, den ſie für ihn als den rechten erkannte. Daß er nicht unter einem proteſtantiſchen Fürſten kämpfen werde, konnte ſie wiſſen, und ſo durfte ſie ſich nicht wundern, daß er im Lager des Kaiſers gefunden worden war; es intereſſirte ſie nur zu hören, wie der junge Graf mit ihm in ſo genaue Beziehung gekommen, daß Günther ſich zu erkennen gegeben hatte; das ſchien ſeinem verſchloſſenen Weſen ſo zuwider, daß es ſie befremdete. Auf ihre Frage danach vermochte der Graf jedoch keine befriedigende Antwort zu geben. Sein Sohn führte, trotz aller Bemühungen ſeines Hof⸗ meiſters, wie andere junge Herren, den Degen lieber als die Feder, wenn er nur gedurft hätte, und im Feldlager ſchreibt man ohnehin nicht viel. Daß er im deutſchen Regiment Hildebrand von Madruzzi's den ſchönen Kriegsmann, von dem er ſeinem Vater gleich nach dem Zuſammentreffen im Walde vor Blankenburg viel erzählt, als Hauptmann wiedergefunden, daß er