Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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„Auch meine Eliſabeth mit den Kindern empfehle ich Euch, ſie ſind ſchon in Arnſtadt.“ Das Gefühl für die Seinigen machte den Grafen einen Augenblick weich, doch faßte er ſich ſchnell und nahm Katharina's Ant⸗ wort, daß ſie gleich morgen nach Arnſtadt fahren wolle, die Lieben zu tröſten, dankbar an. Er ſprach dann davon, wie er vielleicht beim Kaiſer, der ihm beſonders gnädig ſei, Gutes wirken könne; der Kaiſer habe es wohlgefällig aufgenommen, daß er ihm ſeinen jungen Sohn geſendet habe, es ſei ihm von Werth, daß ſo viele proteſtantiſche Fürſten ihm Zeichen ihres Vertrauens gegeben, den Krieg nicht für einen Reli⸗ gionskrieg zu halten, gewiß werde der Kaiſer, auch wenn das zweite Kriegsjahr ihm die noch unbeſiegten Häupter des Schmalkaldiſchen Bundes unterwerfe, jenes Vertrauen rechtfertigen, und ihn in dieſem Vorſatze zu beſtärken, wolle er ſich den Bemühungen des Kurfürſten von Brandenburg und der andern evangeliſchen Fürſten, welche dem Reichsoberhaupte treu geblieben, anſchließen. Dann werde noch Alles zu einem glücklichen Ende führeu.

„Gott gebe es!“ ſagte Katharina, doch theilte ſie die Zuverſicht nicht. Was ſie von außen her vernom⸗ men hatte, ließ ſie an einem wahren und aufrichtigen Frieden, in welchem dem proteſtantiſchen Bekenntniß nichts verloren gehen würde, zweifeln, wenn nicht des