Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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und der Würtemberger halten ihn noch feſt, aber ſie unterhandeln auch ſchon um Gnade. Da will ich hin und die Sache abwarten.“

„Wo iſt Eliſabeth mit den Kindern?“ fragte Katha⸗ rina.„In Frankenhauſen vielleicht bei Eurem Bruder?“

„Die iſt, wie ſie gewünſcht hat, nach Arnſtadt ge⸗ gangen, der können ſie nichts anhaben!“ erwiderte der Graf.„Nur ich mußte weichen, da ich keine Macht habe, mein Land mit gewaffneter Hand gegen den Ein⸗ bruch zu vertheidigen.“

„Und Eure Unterthanen?“ fragte Katharina ſanft, doch war in ihrem Blick ein ernſter Vorwurf zu leſen. „Ihr habt doch für ſie geſorgt, lieber Vetter? Die Rotten des Herzogs, beſonders die Böhmen und Ungarn, welche er mitbrachte, haben in den kurfürſtlichen Landen arg gehauſt.“

Das war der Fall geweſen und der Kurfürſt hatte ſich, als er den Grenzen Thüringens nahte, in einem Schreiben an die Landſtände ſeines Vetters als Ant⸗ wort auf das ihrige, das ſie vor zwei Monaten im Auftrage ihres Herrn an ihn gerichtet, über„das un⸗ chriſtliche türkiſche und huſariſche Volk, das Moritz mit Rauben, Morden und Brennen in ſein Land geführt“, mit bitterem Unmuth ausgeſprochen. Die Stände hatten ihn gebeten, die Beſetzung ſeines Landes durch ihren