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unterworfen— wo ſollte noch irgend eine Gefahr für den Herzog drohen? Siehe da! Wie ein Sturmwind iſt auf einmal der Kurfürſt in Thüringen! Ja, liebe Käthe, er iſt im Lande, er hat meine Reiter, die ich dem Her⸗ zog auf kaiſerlichen Befehl nach Langenſalza geſchickt, dort überfallen und gefangen, meine Abgeſandten, die mich entſchuldigen und Remonſtration einlegen ſollten, den Chriſtoph Enzenberg und Doctor Benedictus Rein⸗ hard, hat er ebenfalls feſtgehalten und iſt dann feind⸗ lich auf Sondershauſen gerückt, ſodaß ich der Gefan⸗ genſchaft nur durch ſchleunige Abreiſe entgehen konnte. So komme ich her.“
„Wollt Ihr hier den Ansgang abwarten? Bleibt mit Gott bei mir, lieber Vetter! Wir wollen ja ſehen, ob der eigenſinnige Mann Euch weiter verfolgen wird, weil Ihr Eure Lehnspflicht gegen den Herzog erfüllt habt!“
„Nein, Du muthiges, tapferes Weib!“ rief Günther. „Ich will Dir die böſen Gäſte nicht auf den Hals ziehen. Hier kann meines Bleibens doch nicht ſein. Ich gehe zum Kaiſer, wo mein Sohn ſchon den ganzen Sommer geweſen iſt. Der Kaiſer hat in Schwäbiſch⸗ Hall an der Gicht krank gelegen, jedenfalls finde ich ihn in Schwaben, in Heilbronn oder Ulm, ſchreibt mein Sohn. Augsburg, das der Schärtlin vertheidigt,


