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der Graf.„Sie ſind nachts um drei Uhr, als ſchon zweimal umgeſchlagen war, mit brennenden Wachslich⸗ tern auf die Moritzburg gegangen und haben den Her⸗ zog fußfällig um Gotteswillen gebeten, kein unſchuldig Blut zu vergießen. Umſonſt! Da hat ſein Bruder Auguſt im Zorne ſelbſt das Schwert gegen ihn gezückt und geſagt:„Wenn's denn nicht anders iſt, ſollſt Du der erſte im Blutbade ſein.“ Erſt jetzt hat Moritz mit ſich handeln laſſen.“
Katharina verwarf entrüſtet die ganze Erzählung als eine verleumderiſche Lüge, wie deren von beiden Seiten jetzt viele verbreitet würden, ſie beſtritt dieſelbe mit Gründen, doch hatte die Erfindung immerhin Glau⸗ ben gefunden und hat ſich auch der Nachwelt in einem ſonſt mit urkundlichen Nachrichten belegten Werke er⸗ halten.
„Es ſoll mir lieb ſein, wenn es nicht wahr iſt!“ ſagte Graf Günther.„Mich ließ der Herzog in Ruhe und ging überhaupt nach Dresden zurück, wo er ſein Kriegsvolk meiſt entließ. Er hatte die Acht vollſtreckt, die Lande des Kurfürſten beſetzt bis auf drei Städte; der Kurfürſt hatte bei der Trennung des Schmalkadi⸗ ſchen Heeres Winterquartiere im Mainziſchen und Ful⸗ daiſchen bezogen, der Heſſe war nach Hauſe gegangen, faſt alle oberländiſchen Städte hatten ſich dem Kaiſer
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