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ſamen Blutbad hörte, das der Herzog in Halle für die Schmalkaldiſche Hülfe anrichten wollte, wurde mir frei⸗ lich übel zu Muth— Ihr wißt doch, daß er alle Ein⸗ wohner wollte niedermachen laſſen?“
„Entſetzlich! Das kann nicht wahr ſein!“ rief Katharina.
„Ich weiß es von einem der Rathmänner aus Halle, der mit auf der Moritzburg geweſen, um Gnade zu er⸗ bitten. Sie hatten die ſchreckliche Kunde bekommen. Herzog Moritz war mit ſeiner Kriegsmacht und andert⸗ halbtauſend Huſaren vom Könige Ferdinand in Halle eingerückt— bis auf Wittenberg, Gotha und Eiſenach hatte er ſchon das ganze Land des Kurfürſten in ſeine Gewalt gebracht. An Halle aber, das die Reſidenz des Cardinal⸗Erzbiſchofs Albrecht geweſen und ſich um unſers Glaubens willen eigenmächtig in den Schutz des Kur⸗ fürſten begeben hatte, wollte er wegen der Mithülfe gegen den Kaiſer ein Exempel ſtatuiren. In der Nacht nach ſeinem Einrücken ſollte dreimal mit der Trommel in der Stadt umgeſchlagen werden, beim dritten Male jeder Soldat über ſeine Wirthsleute herfallen und ſie todtſchlagen—“
„Das iſt unmöglich! Man hat Euch eine Lüge ge⸗ ſagt!“ rief Katharina mit edlem Unwillen.* „Der Rathmann hat mir's betheuert!“ verſicherte


