Achtes Kapitel.
Von Land und Leuten.
Der Winter war eingebrochen, das Gebirge tief verſchneit, Weihnachten, das heilige Feſt nahte heran. In ganz Deutſchland ruhten die Waffen, nur Sachſen, das immer wieder bis in die neueſte Zeit das böſe Schickſal zu tragen hat, auf ſeinen geſegneten Fluren Kriege zur Entſcheidung gebracht zu ſehen, nur Sachſen ſollte die Ruhe, wenn ſie auch nur eine vorübergehende war, nicht genießen.
An einem finſtern Decemberabend ritt ein Reiter, in einen dicken Wolfspelz gehüllt, mit einigen Beglei⸗ tern zur Heidecksburg hinan, begehrte Einlaß und wurde der Gräfin Katharina, welche mit ihren beiden Töchtern, der Hofmeiſterin und einigen andern Frauen noch ver⸗ einigt ſaß, gemeldet; es war der Graf von Schwarz⸗


