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„Nun wohl!“ ſagte die Gräfin.„Und meint Ihr nicht, daß im deutſchen Volke mehr Neigung iſt, ſich den Fürſten als dem Kaiſer anzuſchließen? Ich denke immer, der erſte Schlag iſt ſchon geſchehen.“
„Von unſerer Seite?“ fragte der Graf ungläubig.
„Recht, daß Ihr es unſere Seite nennt“, erwiderte ſie.„Denn der Krieg, wie ausdrücklich vom Papſte be⸗ dungen, iſt nicht blos gegen die Schmalkaldner, ſondern auch gegen die andern Proteſtanten gerichtet. Werden ſie abwarten, bis die ganze Macht der Feinde beiſam⸗ men iſt? Ich bin nur ein Weib, das vom Kriege nichts verſteht, aber ſo viel kann ich mir ſagen, daß man nicht blos den Schild, ſondern viel eher das Schwert gebrauchen muß. Ich habe auch kürzlich einen alten verſuchten Kriegsmann geſprochen“ lenkte ſie erröthend ein, als ſie den ſtaunenden Blick bemerkte, welchen der Vetter bei den letzten, mit aufglühendem Eifer geſprochenen Worten auf ſie richtete,„den Ehren⸗ ſteiner nämlich; der kennt viele von den Hauptleuten, die in Wartegeld genommen waren, beſonders den Schärtlin von Burtenbach, der als Reichsritter ſelbſt⸗ ſtändig für ſich werben ſoll. Der alte Valentin iſt der Meinung, daß die Bundesgenoſſen gewiß losſchlagen werden, ſobald als möglich, das ſei der rechte Weg zum Siege.“


