Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Inſchrift, muß jedenfalls noch auf einem der fürſtlich Waldeck ſchen Schlöſſer vorhanden ſein, und es würde ſich wohl der Mühe lohnen, wenn es durch einen Be⸗ fehl des jetzigen Landesherrn aufgeſucht würde, da es die Mutter der Ahnfrau ſeines Hauſes darſtellt. Denn von dem Grafen Vollrath und ſeiner Gemahlin Ana⸗ ſtaſia von Schwarzburg, die ihm dreizehn Kinder ge⸗ boren, ſtammt das neuere Haus Waldeck ab. Es wäre neben dieſem Intereſſe dynaſtiſcher Pietät aber auch von allgemeinem Intereſſe, das Bild einer deutſchen Fürſtin, die an Hochſinnigkeit und jeder Frauentugend das Muſter einer ſolchen war, der Nachwelt aus dem Staube der Vergeſſenheit wiederzugeben.

In voller Blüte der Lebenskraft ſtand Katharina noch bei der Vermählung ihrer älteſten Tochter, die ihr bisher, weil ſie, an Geiſt und Verſtändniß reif, manche ihrer Sorgen theilen konnte, die liebſte geweſen. Wer ſie als Fürſtin bei den Feierlichkeiten und ſelbſt an der Tafel in ihrer Haltung geſehen und nun im Kreiſe der Frauen das Muttergefühl ſo mächtig her⸗ vorbrechen ſah, wer es wußte, wie ſie für das Wohl ihrer Unterthanen ſorgte und ſich oft um ihre gering⸗ fügigſten Angelegenheiten kümmerte, um einzugreifen und zu helfen, wie ſie konnte, der mußte ſchon die höchſte Achtung vor ihr haben, noch ehe der Verlauf

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