Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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mit ſeiner Frau nicht fehlen. Er ſaß noch im Saale beim Becher, wo er ſeinen Mann ſtellte. Frau Magda⸗ lena war immer am liebenswürdigſten, wenn ſie ſich nicht in ſeiner Nähe befand, und ſo beſchämte ſie auch heute durch ihre Freundlichkeit Manche, welche ſonſt viel die Naſe über ſie gerümpft hatte. Die allgemeine Aufmerkſamkeit wurde aber bald durch ein Geſchenk in Anſpruch genommen, mit welchem die Gräfin ihre Tochter und deren Gemahl erfreut, nämlich ihr Bild und das ihres verſtorbenen Gemahls, von Meiſter⸗ hand in ſo überraſchender Aehnlichkeit auf die Leinwand gezaubert, daß alle Anweſenden, als die beiden Gemälde vor ihnen aufgeſtellt wurden, in laute Rufe der Bewunderung ausbrachen. Graf Vollrath, ihr Schwie⸗ gerſohn, ſagte in ſeinem Tagebuche, das der Nachwelt erhalten geblieben iſt, die Bilder habe man für lebendig oder von Zeuxis ſelbſt gemalt halten müſſen. Auf ihr eigenes Bild, das vor zehn Jahren gemalt war, hatte die Gräfin Katharina damals geſchrieben:Am Tage Bonifacii Bin ich ſer und zwanzig Jahr alt, im Jahr 1536. Vieler Augen richteten ſich, als ſie das geleſen, auf die Wittwe, deren herzliebes Geſicht in dieſem

Augenblicke von einem faſt mädchenhaften Erröthen

verſchönt war, ſodaß ſie viel jünger ausſah, als dies Zeugniß ſie bekundete. Das Bild, kenntlich an der