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Das war ja ſchlimmer, als ob man von wilden Pferden zerriſſen werden ſollte!
Wenn das ſchon einfachen Edelleuten, welche Güter in verſchiedener Herren Ländern beſaßen, bei jetzt dro⸗ henden Kriegsläufen alſo ergehen konnte, ſo war es noch viel ſchlimmer mit den meiſten dieſer Landherren ſelbſt. Denn die Lehen waren im Laufe der Zeiten ſo verzwickt und verzweifelt durcheinander geworfen wor⸗ den, daß auch die größten und mächtigſten der deutſchen Fürſten für manche ihrer Beſitungen Vaſallen Anderer waren— eine ſo heilloſe Verwirrung der Verhältniſſe, daß ſie nicht füglich anders gelöſt werden konnte als durch einen Alexanderhieb in den gordiſchen Knoten. In Frankreich, wo der König von England die Hälfte des ganzen Landes als Kronvaſall beſeſſen, war ein hundertjähriger Krieg darum entſtanden. Die großen Fürſten in Deutſchland, eben weil ſie mächtig waren, konnten ihre fremden Lehen ohne viel Kümmerniß ge⸗ nießen, aber die kleinern! So trug der gefürſtete Graf von Schwarzburg, Viergraf, Erzſtallmeiſter und Obriſt⸗ jägermeiſter des heiligen römiſchen Reichs, außer ſeinen kaiſerlichen und unmittelbaren Reichslehen nebſt' eini⸗ gen Sonnenlehen noch von acht andern deutſchen Fürſten Städte, Schlöſſer und Aemter, ſelbſt Dörfer zu Lehn. Und gerade in der gefährlichen Spannung


