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zwiſchen dem Kurfürſten und dem Herzoge zu Sachſen war er von dem letztern zum Landtage nach Freiberg beſchieden worden und hatte ſich dem nicht entziehen können!
Wie dankte er Gott, als er von da endlich heimziehen durfte und ſeine lieben thüringer Berge wiederſah! Er kam noch zurecht, wenn er gleich unterwegs in Ru⸗ dolſtadt auf der Heidecksburg einkehrte, die Hochzeitsgäſte zuſammen zu finden, ſeine eigene Gemahlin unter ihnen. Die Gräfin Katharina hatte ihre älteſte Tochter Ana⸗ ſtaſia mit dem ritterlichen Grafen Vollrath von Waldeck vermählt und in edler Gaſtfreiheit eine ſtattliche Ver⸗ ſammlung dazu geladen. Die Trauung war zwar ſchon vorüber, als Graf Günther von Freiberg zurückkam— er hatte das nicht ändern können— aber er traf doch ſeine Verwandten und Freunde dort, die Henneberger und Mansfelder, mit denen er Rückſprache über Vieles nehmen konnte, und vorzüglich, er durfte hoffen, ſein ſchweres Herz in der fröhlichen Geſellſchaft zu erleichtern.
Noch war ſie vollzählig; auch das neuvermählte Paar hatte ſeine Abreiſe, die bereits feſtgeſetzt geweſen war, auf Bitten der Mutter um einige Tage verſchoben. Die Sitte, daß Neuvermählte den erſten Tag ihrer Ehe — wie es ein Zeitgenoſſe ausgedrückt hat— unter dem Dache des Gaſtwirths beſchließen, war noch nicht


