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der Superintendent:„Ihr glaubt, man hat dem Fräu⸗
lein irgend einen böſen Zauber angethan, und habt mich rufen laſſen, damit ich ihn im Namen des Herrn beſchwöre. Iſt es nicht ſo?“
„Nein, Adler!“ erwiderte Valentin ehrlich. ſollt ihrer armen Seele, die ſich ſo ſehr nach geiſtlichem Troſt ſehnt, Frieden zuſprechen. Einen katholiſchen Prieſter kann ich ihr nicht ſchaffen und möchte es auch nicht, der Leute wegen, die doch nur nachlaufen und nach⸗ beten und nicht ſicher ſind. Sie hat auch gar nichts da⸗ wider geſagt, als ſie hörte, daß Ihr zu ihr kommen würdet.“
„Vielleicht hat es der Herr alſo gefügt!“ ſprach Aquila, und der Gedanke, hier eine Seele für ſeinen Glauben zu gewinnen, trat ihm nahe.„Was Ihr
won der großen Heerde des Volkes ſagt, iſt richtig;
wenige ſind, die ſich ſelbſt die Mühe geben, in göttlichen Dingen zu forſchen, und iſt ihnen das Wort Gottes doch jetzt aufgethan in der heiligen Schrift, die Jeder⸗ mann leſen kann, wer nur zu leſen verſteht. Aber das iſt eben noch das Hinderniß, daß die Lehrer ihr Amt ſchändlich verſäumt haben. In den Städten ſelbſt liegt's im Argen, aber auf dem Lande wächſt das Volk auf in Dummheit und Unglauben, kann nicht leſen und ſchreiben und plappert nur nach, was ihm
vorgeſagt wird. Mit einem Umſchlage läßt ſich das


