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„Was ſagt Ihr?“ rief Aquila erſtaunt und be⸗ troffen.„Ein katholiſches Hoffräulein bei der Land⸗ gräfin? Wie hat das der Fürſt nur ſo lange geduldet? Hat er's gewußt?“
„Vielleicht ſagt ſie es Euch ſelber, wie das zuge⸗ gangen iſt“ antwortete Valentin.„Bedenkt, die Land⸗ gräfin war die Tochter Herzog Georg's, der am eifrig⸗ ſten bei der katholiſchen Religion ausgehalten hat; wie ſie den Landgrafen geheirathet, war der ja ſelbſt noch katholiſch, und wenn ſie auch nachher mit ihm unſern Glauben angenommen hat, ſo wird ſie es ihrem Fräulein vielleicht nachgeſehen haben, daß dieſe bei ihrem katholiſchen Weſen geblieben iſt.“
„Ich kann das Alles nicht begreifen!“ verſetzte Aquila.„Von einem Weibe und noch dazu von einem jungen Weibe läßt ſich dergleichen Feſtigkeit kaum er⸗ warten, wenn nicht beſondere Urſachen ſie darin be⸗ ſtärkt haben. Ich werde mit ihr ſprechen, wenn ſie mich, der nicht ein Prieſter ihres Glaubens iſt, an⸗ hören will. Wie kam ſie nun aber nach Koburg und warum wandte ſie ſich dann gerade an Euch?“
„Sie iſt ſchon ſonſt, als meine Tochter noch lebte, hier auf dem Ehrenſteine geweſen, da Rettleben, wie geſagt, ihr Vetter war.“
„Darum ſchrieb ſie mir auch aus Koburg“ nahm
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