Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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denn, Frau Margarethe ich kann mir denken, was es betrifft.

Das glaube ich kaum, Ehrwürden. Es betrifft eine Verwandte unſeres verſtorbenen Schwiegerſohnes, die zu uns ihre Zuflucht genommen hat; es können

etwa vier Wochen ſein. Von Koburg bekamen wir da, ohne vorher etwas zu wiſſen, einen Brief, daß ſie dort ganz allein und verlaſſen geblieben, die fürſtliche Frau, bei der ſie bis dahin geweſen, habe ſie nicht ſchützen können, als ſie angefeindet worden, ohne daß ſie ſich eine Schuld beimeſſen könne

Den Brief kann der Doctor nachher leſen, unter⸗ brach Valentin ſeine Frau.Du ſprichſt ſehr herz⸗ beweglich, aber ich will's kürzer machen. Das arme Mädel heißt Adelheid Rettleben und iſt eine Muhme meines verſtorbenen Schwiegerſohnes Klaus Rettleben; ſie war in Liebe und Freundſchaft aufgewachſen mit der linken Landgräfin von Heſſen verſteht Ihr mich?

Dieſe Mittheilung ſchien auf den Geiſtlichen einen unangenehmen Eindruck zu machen, es war das eine wunde Stelle im Bewußtſein der Reformatoren. Irdiſche Rückſichten hatten ſie doch bewogen, einem fürſtlichen

Verlangen nachzugeben, das mit ihrer chriſtlichen Ueber⸗

zeugung im Widerſpruch ſtand. Es war die Doppelehe des Landgrafen von Heſſen. Aquila hatte zwar keinen