Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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intendent, deſſen ernſtes Geſicht einen ungemein freund⸗ lichen Ausdruck angenommen hatte.„Seid gegrüßt im Herrn, edle Frau! Die beiden Junker ſeh' ich auch friſch und geſund. Ich freue mich.“

„Helft das Geſchirr unterbringen, Jungens!“ befahl Valentin den Knaben, welche vor dem geiſtlichen Herrn immer einen großen Reſpect hatten und in ſcheuer Entfernung ſtanden.„Bleibt drinnen!“

Sie folgten dem Wagen, den der Knecht eben in das Thor fuhr.„Setzen wir uns noch eine Weile?“ fragte Ehrenſtein den Freund.„Der Abend iſt ſo ſchön und ich kann Euch hier beſſer Alles ſagen.“

Die Drei nahmen Platz auf der großen Steinbank unter der Linde und der Geiſtliche war erwartungsvoll, was der Anlaß zu der beſondern Einladung ſei, die ihm durch einen Boten zugekommen war.

„Willſt Du es lieber erzählen, Margarethe?“ wandte ſich Valentin an ſeine Frau.„Dir geht das beſſer vom Munde— es iſt eine Weibergeſchichte, Freund Adler! Ihr nehmt's nicht übel, wenn ich unter uns immer noch ſo ſage. Eurem Kirchenſtand gebe ich darum doch alle Ehre.“

„Wir haben zuſammen geſtanden, wo die Kugeln keinen Unterſchied zwiſchen weltlich und geiſtlich mach⸗ ten, Valentin!“ erwiderte Aquila herzlich.„Erzählt

Bernd von Guſeck, Katharina von Schwarzburg. I. 14