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Kandel war nicht weit gelaufen. Als die Knaben, die ihm ſo junkerlich gewaltſam den Zugang zum Schloß gewehrt, den ihn verfolgenden Hund abgerufen hatten und gleich darauf der gellende Pfiff von der Höhe erfolgt war, hatte er ſchnell die Furcht verloren und ſeine Flucht eingeſtellt. War das blos ein vor⸗ nehmes Vergnügen geweſen, das man ſich mit ihm gemacht hatte, oder ſollte er wirklich gerade heute nicht kommen? Die kleinen Junker hatten ihm getreulich, mit ihren hellen Stimmen einander überbietend, das Gebot des Großvaters wiederholt: er ſolle die andere Woche wiederkommen, heute könne man ihn nicht brauchen. Warum aber nicht?
„Aha!“ ſagte er für ſich, als er auf dem Wege von Nahwieden her einen Einſpänner langſam herauf⸗ fahren ſah. Er ſelbſt war von der Rudolſtädter Straße, die weiter unten eine halbe Stunde vom Ehrenſtein vorüber nach Stadt Ilm und Arnſtadt geht, wo er zu Hauſe war, einen Richtſteig über die Berge gegangen und bemerkte nun den Wagen wieder, den er ſchon unterwegs vor ſich geſehen hatte. Wie er weit und breit bekannt war, wußte er auch, wem der Wagen gehörte und daß derſelbe heute früh auf der Heidecksburg geweſen.
„So, ſo! Der alte Herr Valentin hat mit Seiner


