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einen Knaben aus dem Dorfe kommen ſah, und eilte raſch davon. Mutter Anne blieb ſtehen; bemerkt war er doch ſchon worden, wie ſie bei ihrer Ankunft erfahren hatte, ſie konnte nun gleich eine Erklärung geben. „War das der Bote vom Ehrenſtein?“ fragte jedoch der Bauernknabe, und als die alte Frau das verneinte, erſt jetzt ſich wieder daran erinnernd, was ſie über
Günther's Anweſenheit faſt vergeſſen hatte, hörte ſie,
daß der Bote in der Schenke geweſen ſei und beſtellt habe, wenn ſie nach Hauſe käme, ihr zu ſagen, daß ſie nach dem Ehrenſtein kommen ſolle, die geſtrenge Frau möchte von ihr einen guten Rath haben; es habe aber damit keine große Eile, wenn's heut zu ſpät würde, ſolle ſie nur morgen heraufkommen. Mit dieſer Be⸗ ſtellung hatte der Schenker ſeinen Knaben jetzt herge⸗ ſchickt. Anne fertigte ihn ab und ging zu ihrem letzten und lieben Gaſte zurück, der noch auf ſeinem Platze
ſaß, als wolle er doch nicht mehr nach Königſee wan⸗
dern, ſondern ein Nachtlager in ihrer ſchlechten Hütte annehmen.
Als ſie eintrat, blickte er aus ſeinem Hinſtarren auf und erhob ſich. Der freundliche Ausdruck, mit welchem er ſeine Augen auf ſie richtete, ermuthigte ſie zu der Frage:„Seid Ihr auf der Heidecksburg ge⸗ weſen?“—„Nein!“ erwiderte er und ſchien ihr nicht
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