Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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freute ſich nicht minder als Gosmar, daß ihre Be⸗ mühung in Rudolſtadt doch nicht umſonſt geweſen war. Sie hieß Günther mit einer wahren Aufregung will⸗ kommen und muſterte ihn nun bei Tageslicht, ob er wirklich ſeiner Mutter noch ſo ähnlich ſah, wie ihr Vetter es behauptet hatte. Daß er für heute wenig⸗ ſtens mit ihrer ſchlechten Hütte vorlieb nehmen werde, bezweifelte ſie nicht, reichte ihm einen Stuhl und legte Hand an, ihm ſeine Taſche abzunehmen, er aber dankte ihr und ſagte, daß er zur Nacht in Königſee bleiben wolle; er ſei nur hieher gekommen, weil ſie bei ſeinem Wirth, dem Schwertfeger in Rudolſtadt, nach ihm ge— fragt und hinterlaſſen, daß ihn„der da!“— erzeigte auf Gosmar— ſprechen wolle.

„Das kann ich unterwegs!“ fiel Gosmar ein.„Ihr nehmt mich alſo an?“

„Suchſt Du einen Dienſt bei mir?“ entgegnete Günther.„Bei einem, der zu Fuß, den Ranzen auf dem Rücken, den Stab in der Hand, wandert?“

„Ich will Euch doch dienen!“ rief Gosmar.„Ginge es nach der Gerechtigkeit, ſo müßtet Ihr—“

„Sei ſtill!“ unterbrach ihn Günther.„Davon will ich nichts hören! Was iſt mit Dir, Gosmar? Du haſt mich verlaſſen, wo Niemand Dich hinwegtrieb, und nach ſo vielen Jahren finde ich Dich als einen

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