Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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auf die Bank, ſtützte den Kopf in die Hand und ſaß lange in tiefen Gedanken. Ein abermaliges Klopfen an der Thür ſtörte ihn, und als er aufblickte, wurde die Thür eben geöffnet, er ſprang freudig auf, denn vor ſeinen Augen ſtand derjenige, nach dem er ſich ſo ſehr geſehnt hatte.

„Seid Ihr's?“ rief er.„Seid Ihr's wirklich, Junker Günther?“

„Und Du biſt frei, Gosmar!“ entgegnete der Ein⸗ getretene, der die Thür raſch hinter ſich zuzog.„Ich habe Dich in ſchlimmer Lage geſehen, als ich durch Blankenburg ging. Hat man Dich als unſchuldig ent⸗ laſſen? Und was willſt Du von mir, daß Du mich hieher beſtellt haſt?“

„Wo ſeid Ihr jetzt?“ fragte Gosmar haſtig.„Auf der Heidecksburg?“

Günther verneinte das mit einer gewiſſen Heftig⸗ keit, indem ſeine Augenbrauen ſich finſter zuſammen⸗ zogen.„Ich bin unterwegs!“ ſagte er dann.

„So nehmt mich mit!“ rief Gosmar.„Laßt mich bei Euch bleiben! Gefällt's Euch, ſo zieh' ich gleich, dieſen Augenblick mit Euch ab; hier kann ich doch nicht mit Euch reden!“

Da trat aber Frau Anne, welche draußen die Stimmen der Männer gehört hatte, ſchon herein und