Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Wie war es möglich, dachte der Hofmeiſter, daß der junge Herr aus ſo vornehmem Geſchlecht einem hergelaufenen Menſchen, der ihn vielleicht am liebſten auf der Landſtraße beraubt hätte, förmlich Beſcheid gab! Er mochte aber das Herz von den ſchönen Aus⸗ ſichten, die ihm winkten, ſo voll haben, daß er Jedem davon erzählen mußte; er war ja auch noch ſo jung! Der Hofmeiſter hielt es jedoch für ſeine Pflicht, weitern Unzuläſſigkeiten vorzubeugen.

Wir finden ſchon einen andern Platz zum Aus⸗ ruhen, bis der Wagen kommt, gnädiger Herr! ſagte er.Am beſten und ſchicklichſten wär's freilich, guter Freund, wenn Ihr uns dieſen Platz räumtet.

Nicht doch! Ich ſetze mich zu Euch! rief der junge Graf.Ihr kommt aus dem Kriege, nicht wahr? Der Kaiſer hat Frieden gemacht mit dem Könige von Frankreich, da kommen wiele tapfere Kriegsleute heim; bei meinem Vater in Arnſtadt ſind auch ſchon mehrere geweſen und ich habe mir von ihnen erzählen laſſen. Setzt Euch doch! Er hatte ſich in das Gras geworfen, der Fremde lehnte aber zur Befriedigung des Hofmeiſters die Einladung ab und blieb vor ihm ſtehen.

Graf Günther von Sondershauſen iſt Euer Vater? fragte er.

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