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ſie nun rauſchend ihre Zweige regten, in denen ſchon einzelne Waldvögel ihren hellen Ruf hören ließen. Die Mühle weiter unten im Thale fing an zu klappern. Nur in den ehemaligen Kloſtergebäuden war noch Alles ſtill, und der Schläfer auf der Kirchenſchwelle, der erſt ſpät den Schlummer gefunden hatte, lag regungslos ausgeſtreckt, als ſollte er nie mehr zum Leben erwachen.
Da kam auf einem kleinen zottigen Klepper ein Reiter das Thal herauf; er ſang ein luſtiges Schelmen⸗ liedchen in den friſchen Morgen hinein und pfiff von Zeit zu Zeit ſeinem großen Hunde, wenn dieſer zu revieren begann. Es war ein alter Mann, was nach der hellen Bruſtſtimme und nach den Worten ſeines Liedchens kaum zu glauben war, wenn man Alter und Ehrbar⸗ keit als zuſammengehörig betrachtet. In der Nähe der Kirche verſtummte er jedoch und ritt ſchweigend an ihr hin; als er aber die andere Seite erreichte, wo das gegen Abend gerichtete Portal ſich wölbte, ſtand ſein Hund plötzlich und fing an zu bellen. Der Reiter ſah hin und erblickte auf der Schwelle einen Mann lang ausgeſtreckt; verwundert rief er den Hund zurück und ritt näher, um zu ſehen, wer ſich dieſe Schlafſtätte ausgeſucht habe. Das Gebell hatte den Schläfer eben erweckt; er richtete ſich mit einer heftigen


