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holfen hatte, da war ſie immer den Nachbarn und Sippen empfohlen worden; ſelbſt die gefürſtete Frau Gräfin in Arnſtadt hatte für eins ihrer Kinder, das der Medicus ſchon aufgegeben, die Hülfe der klugen Frau von Horba geſucht und ſie in ihr Schloß holen laſſen, zum Glück ihres Mutterherzens, denn was der Arzt mit all ſeiner Gelahrtheit nicht vermocht, das hatte die arme Bauerfrau mit einem Kräutertränklein zu Wege gebracht. Wie ſie das gräfliche Fräulein, das nun bald eine Gräfin von Waldeck werden ſollte, vom Tode gerettet hatte, ſo war ſie auch auf dem kleinen Schloß, wo Graf Heinrich in glücklichſter Ehe mit ſeiner Bürgerstochter von Freiberg lebte, wie eine Retterin erſchienen: Junker Günther, von ſchwerer Kinder⸗ krankheit befallen, verdankte ihr ſein Leben, wenn er es jetzt auch wohl vergeſſen hatte! Sie aber vergaß Keinen, dem ſie einmal Hülfe gebracht, und es war, als müſſe ſie alle zeitlebens lieb haben, diejenigen am meiſten, die dem Tode recht nahe geweſen waren. So Junker Günther. Als er herangewachſen war und ſich eine Zeit lang draußen etwas verſucht hatte, war ſie oft ohne ein Geſchäft zu ſeiner Mutter gegangen, um von ihm zu hören; dann, als ſeine Aeltern geſtorben und er bei ſeinem Oheim geweſen war, mehr und länger, als ihm gut, da hatte ſie, ohne daß ihr Jemand einen


