Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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aber das wißt Ihr ja beſſer, wer auf der Friede⸗ burg hauſt.

Das weiß ich! erwiderte Günther.Die Gräfin Katharina aber? Iſt ſie heimgekehrt nach Henneberg?

Ach! Das wär' ja eine Schande für das Schwarz⸗ burger Land! Wird ſie nicht ein Witthum haben? In Rudolſtadt auf der Heidecksburg wohnt ſie und Blankenburg gehört ihr auch, da kann ſie ſich's ſchon gefallen laſſen.

Er ſagte nichts mehr, ſondern ſetzte ſeinen Hut auf und reichte der alten Frau die Hand.

Wo wollt Ihr denn hin in der Nacht? fragte ſie beſorgt.

Wo willſt Du denn hin in der Nacht? wies er ihre Frage durch die gleiche ab.

Ich habe Kräuter geſucht, heilſame Kräuter, die müſſen bei Vollmond gepflückt werden um Mitternacht und keine Menſchenſtimme darf dabei zu hören ſein. Das habt Ihr mir zunichte gemacht, aber Ihr konntet's nicht wiſſen. Nun geh' ich wieder hinauf über die ſchöne Eiche. Wollt Ihr nach Ilm? Das Thor iſt geſperrt.

Mein Weg liegt da hinab, erwiderte er, indem er in das Thal zeigte, wo das Kloſter mit ſeiner prächtigen Kirche ſtand.Was iſt das für ein Haus dort? fragte er noch.Das weiße da ich kenne es nicht.