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ſundes Landmädchen und kannte des Oheims Weiſe, die ihr doch nur bewies, wie lieb er ſie hatte.
„So lieb, ja,“ betheuerte Detlev,„daß, wenn es nicht um die Aehnlichkeit wäre, ich noch heut mit dem kurfürſtlichen Officier da kurzen Proceß machen und ſelbſt um die Hand meiner lieblichen Nichte— Gett nerzeih' mir die Sünde!— freien würde. Geiſtlichen Conſens wollte ich ſchon erhalten!“
„Auch bräutlichen— Herr Bruder?“ entgegnete Barnim lachend.
„Glaubſt Du, ich könne gegen den Milchbart nicht aufkommen?“ verſetzte Detlev barſch.„Kommt jedoch, daß ich euch zeige, ob ich wegen der Aehnlich⸗ keit Recht gehabt.“
Er führte ſeine Gäſte in das große Zimmer, wo ſchon die Tafel gedeckt war und viele Familienbilder in dunkeln Rahmen von der Wand hernieder ſchauten.
„Sieh her, Barnim,“ ſagte er ernſt,„das iſt Deine Mutter.“
Alle waren überraſcht. Wenn auch das Bild nicht von Meiſterhand gemalt war und ſchon von der Zeit gelitten hatte, ließ ſich doch die Aehnlichkeit, welche Detlev oft angedeutet, nicht verkennen. Ihre Züge, be⸗ ſonders ihre Augen, hatten ſich wunderbar auf die Kinder ihrer beiden Söhne vererbt.


