Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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härteſten Winter verlegt werde, einfinden. Die Eltern hat⸗ ten dann mit ihrem Kinde geſprochen und aus vollem Herzen ihren Segen gegeben. Bald nach der Verlobung war Fritz im Vollgefühl ſeines Glückes wieder ab⸗ gereiſt, wie er dem Vater verſprochen hatte; die Reiſe nach Wildenitz, welche Barnim ſeinem Bruder, wenn Friede ſein werde ſchon zugeſagt, war beſchloſſen. Karl Guſtav ſchied von den Seinigen viel früher, ehe ſie zur Ausführung kam, die Mutter trennte ſich mit ſchwerem Herzen von ihm, da ſie ihn wohl nur ſelten wiederſehen konnte und für ſeine Zukunft keine friſchen, wohlthuenden Hoffnungen hegte. Ein Leben in kalter Pflichttreue es hatte wohl ſeine Berechtigung und innere Befriedigung, aber konnte es den heißen Wün⸗ ſchen, welche ſie für das Glück ihres Lieblings hegte, genügen?

Wie anders dagegen Erika's Zukunft! Welch' ein treues und lauteres Herz hatte ſie gewonnen, wie glück⸗ lich ſollte ſie werden! Auch der Oheim, der nun ihr Vater werden ſollte, hatte ihr ſchon in Loſſin eine wahrhafte Zuneigung geſchenkt und empfing ſein Töch⸗ terlein, wie er ſie gleich nannte, mit einer Freude, die in ihrem etwas derben Ausdruck ein feines Hoffräu⸗ lein vielleicht erſchreckt haben würde. Erika war aber bei allem natürlichen Zartſinn doch ein kerniges, ge⸗