Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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wenn er das Schwert nicht aus der Hand gelegt hätte? Die Bündniſſe der Großen dieſer Erde ſind gar ge⸗ brechlich, wer mag ihnen eine Dauer auch nur für wenige Tage verbürgen? Was haben wir in unſerer Zeit darin erlebt! Wenn es Karl dem Zehnten nun gelungen wäre, die Bündniſſe ſeiner Feinde zu ſpren⸗ gen, einen oder den andern für ſich zu gewinnen, welche unabſehbare Kette von Folgen konnte den Krieg, wie es einſt ſchon in Deutſchland geſchehen, auf Menſchen⸗ alter hinaus verlängern und maaßloſes Elend über die Völker bringen!

Gott hatte es anders beſchloſſen. Friede, Friede! tönte es bald durch alle Länder, welche unter der Geißel dieſes blutigen Krieges geſeufzt hatten und die Glocken von allen Kirchen verkündigten das Segens⸗ werk und riefen die Gläubigen zum Dankgebet. Zu Oliva war der Friede mit Polen, dem Kaiſer und dem Kurfürſten von Brandenburg am 23. April, und fünf Wochen ſpäter, am 27. Mai, zu Kopenhagen der ait Dänemark geſchloſſen. Salven im ſchwediſchen Lager, das noch immer vor der däniſchen Hauptſtadt ſtand, Kanonendonner von deren Wällen und von den Flotten im Meere begrüßten ihn. Vier Tage ſpäter führte der Pfalzgraf von Sulzbach das kleine Heer ab, das kaum noch 3000 Mann zählte; Tauſende von Menſchen