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rigkeit ſeines Sohnes die Königin Hedwig Eleonora mit dem Beirath der fünf höchſten Reichsbeamten, empfahl ihnen die ſorgſame Erziehung des Thronerben und die Regierung des Reichs nach Schwedens Geſetz und nahm dann von Allen, zuletzt von ſeiner troſtloſen Gemahlin und dem noch unbewußten Knaben, einen männlichen, ſeines chriſtlichen Sinnes würdigen Abſchied. Als er die heiligen Sacramente empfangen und mit dem Biſchofe gebetet hatte, ließ er ſich zu Bett brin⸗ gen, wie er zwei Tage nicht gethan.—„Ich weiß wohl, daß ich nun ſterben werde, aber Gottes Wille geſchehe!“ ſprach er gefaßt, und zwei Stunden nach⸗ her, in der Nacht zum 13. Februar 1660 verſchied er, einer der größten Helden Schwedens, ausgezeichnet als Staatsmann, wie als Feldherr. Im kräftigſten Man⸗ nesalter, kaum acht und dreißig Jahre alt, mitten aus den Stürmen und Kämpfen, die er zum Theil durch rieſenhafte Entwürfe für die Machtſtellung Schwedens heraufbeſchworen hatte, rief ihn der Herr ab, und es war vielleicht ein Glück für ihn ſelbſt, wie es für die nordiſche Welt und manches deutſche Land wohl zum Glücke führte— zum Frieden! Wer kann ſagen, was geſchehen wäre, wenn Karl dem Zehnten, der ſich nimmer von fremder Macht Bedingungen vorſchreiben ließ, ein längeres Leben beſchieden geweſen wäre,


