Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Königin mit dem geſammten Hofſtaat wohnte der wich⸗ tigen Handlung bei. Nachdem der Erzbiſchof auf die Thronrede altem Herkommen gemäß geantwortet hatte, wurde die Verſammlung entlaſſen, um demnächſt die königliche Botſchaft und die Forderungen an Geld und Heeresausſchreibung, welche ſie enthielt, zu vernehmen. Frieden, wenn es mit Ehren ſein konnte, aber auch nur dann, ſonſt Fortſetzung des Krieges mit allen Mitteln! Das ſprach der König offen aus, ſelbſt gegen Perſonen, deren Stellung ſie eigentlich von ſeinem Rathe fern halten mußte, freilich waren es immer nur ſolche, denen er perſönlich ſeine Gnade geſchenkt und auf die er ſich unbedingt verlaſſen konnte, wie ſein Pathe Karl Guſtav Krockow. Dieſer war jetzt unter ſeine Adjutanten aufgenommen worden und genoß des Königs beſonderes Vertrauen. Keiner vielleicht vergalt es aber auch mit einer ſo unbedingten Hingebung und wenn er es für nöthig hielt, mit einer Offenheit, die einen Höfling mit Entſetzen erfüllt hätte. In Sachen der Politik hatte er freilich nur eines Soldaten Urtheil, zuweilen traf er aber doch den Nagel auf den Kopf. Ueber den Krieg dagegen ſprach der König gern mit ihm und gab ſeinen geſunden Anſichten Recht. Glaubſt Du, daß ich ihn ſiegreich beendigen werde? fragte er ihn eines Abends, als Krockow den Guſeck, Karl x. Guſtav. U. 15