Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

236

Wo haſt Du meinen Karl Guſtav, Deinen Vet⸗ ter, zuletzt geſehen? fragte er noch, als Fritz ſchon die Thüre erreicht hatte.

Seit vielen Monaten nicht in Polen zuletzt, erwiederte dieſer.

In Drewionka zuletzt, nicht wahr? fragte Ebba und ihr Mutterauge hing feſt an ihm, was dieſe Frage, die ihr der Moment mit unwiderſtehlicher Gewalt auf⸗ gedrängt hatte, auf ihn für einen Eindruck machen werde.

Wißt Ihr von Drewionka? fragte er ſichtlich betroffen.

Der Oheim aber warf die erneute Aufforderung dazwiſchen, Alles bis auf Morgen zu laſſen und Beide trennten ſich, mit Unruhe und Sorgen im Herzen.

Am andern Tage, wo hätte ſich ein freier Mo⸗ ment zu offener Beſprechung, ungehört von den An⸗ dern gefunden? Wie hätte ſich die Mutter, mit Fried⸗ rich allein zuſammenfinden können? Detlev verließ den Sohn und die Geſellſchaft ſeiner Verwandten keinen Augenblick und Friedrich ſelbſt ſchien das Geſpräch über Drewionka lieber ganz öffentlich abthun zu wol⸗ len, denn er fragte gleich wieder danach, ob ſein Vet⸗ ter Karl davon etwas hieher berichtet habe, und als er hörte, daß Karl hier geweſen ſei und daß der pol⸗