Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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lich, mir kommt es wie eine Sünde vor, wenn Du das Ebenbild Deiner Großmutter freien wollteſt.

Er ſagte das ganz ernſthaft, Fritz konnte es aber nur für einen Spaß halten, wie ſie der Vater zuwei⸗ len mit dem ernſthafteſten Geſicht vorzubringen pflegte, für eine Neckerei, hinter welcher ſich eine freudige Bot⸗ ſchaft verbarg gewiß hatte er ſchon, nach guter al⸗ ter Sitte, mit den Eltern geſprochen, und es bedurfte nur noch des letzten Wortes, um ſeinen Sohn unaus⸗ ſprechlich glücklich zu machen. In dieſer Annahme lachte er laut und fröhlich aufJa, Vater, wenn Erika das Ebenbild meiner Frau Großmutter wäre, wie ſie in ihren letzten Jahren ausgeſchaut haben mag, rief er,dann möcht' ich wohl nicht um ſie freien, aber die Großmutter iſt doch auch einmal jung und lieblich ge⸗ weſen Da ſtockte er, denn er ſah jetzt, daß er ſich in ſeinem guten Glauben geirrt hatte und daß es dem Vater wirklich mit dem wunderlichen Einfalle, deſſen Berechtigung Friedrich nicht begreifen konnte, Ernſt zu ſein ſchien. Es beunruhigte ihn, denn er wußte, daß der Vater oft ſeine ſeltſamſten Gedanken, die er bei einem Andern wahrſcheinlich ſtark beſtritten haben würde, mit der größten Beharrlichkeit, die an Eigen⸗ ſinn grenzte, feſt hielt. Reizen durfte man ihn dann nicht durch Widerſpruch, die Erfahrung hatte gelehrt,