ger!“ antwortete ſie freundlich und reichte ihm ihre feine weiße Hand, die in ſeiner großen dunkelgebräun⸗ ten Fauſt ganz verſchwand. „Und das iſt Euer Töchterlein, meine liebe Nichte — Erika?“ Dabei wandte er ſich gegen Barnim um, als wolle er ihm bemerklich machen, daß er nun den ſchwediſchen Namen gar wohl behalten habe. „Meine Tochter Erika,“ beſtätigte die Mutter und das ſchlanke, junge Mädchen, in großer Befan⸗
genheit tief erröthet, das Auge zu Boden geſchlagen,
trat vor, um den Oheim zu begrüßen, der ihr die Hand ſchmerzhaft drückte.
„Tritt ein, Detlev!“ ſagte jetzt der Schloßherr. „Du biſt im Hauſe unſeres Vaters!“
Dem Bruder war wunderbar zu Muth, als er nach einem Menſchenalter die wohlbekannten Räume wieder betrat, in welchen er ſeine glückliche Kindheit verlebt hatte. Obgleich das Stammhaus der Familie in Hinterpommern lag, hatte doch der Vater der bei⸗ den Männer, welche heute hier wieder vereinigt waren, ſeinen dauernden Wohnſitz auf dem Gute in Vorpom⸗ mern genommen, vielleicht ſeiner Gattin zu Liebe,
welche aus einem Geſchlecht dieſer Gegend war. Hier waren die Brüder, Detlev und Barnim, aufgewachſen, und dann als Edelknaben an den Hof des Herzogs
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