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Da reichte ihm der Bruder die Hand und ſagte ehrlich:„An Dich habe ich jetzt bei meiner Treu nicht gedacht! Mir kam nur der Gedanke, er könne ſich gar Eine in Polen erkieſen; die Polinnen ſollen gar ſchön und für die Männer verlockend ſein. Eine Polin würde ich nicht gern ſehen, ein Deutſche und wär' ſie noch ſo weit her, aus Franken oder aus Schwaben, die ſollte mir immer willkommen ſein.“
Vor ihnen öffnete ſich jetzt der Waldſaum und in der ſonnebeſchienenen flachen Landſchaft lag, kaum eine Viertelſtunde entfernt, das kleine Dorf mit dem alten Schloſſe am See, welches das Ziel ihres Rittes war. Detlev ſetzte mit einem auffordernden Blicke auf ſeinen Bruder ſeinen ſtarken Schweißfuchs in Trab und nach kurzer Zeit ritten ſie in den Hof ein, wo man ſie ſchon von Weitem hatte kommen ſehen.
Auf der obern Stufe der kleinen Treppe, welche zu der Hauptthür des Schloſſes führte, ſtanden zwei Frauen. Detlev wußte ſchon, wer ſie waren und grüßte ſie vom Pferde, dann ſaß er ab, überließ Malte ſeinen Zügel und kam dem Bruder zuvor.—„Frau Schwä⸗ gerin, ich freue mich, Euch endlich von Angeſicht zu Angeſicht zu ſehen,“ ſagte er, indem er die Treppe emporſtieg, auf welcher ſie ihm entgegen kam.
„Seid mir vom Herzen willkommen, Herr Schwa⸗


