Teil eines Werkes 
4. Bd. (1860)
Entstehung
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über warf, und ihren Gemahl, der bald nach der Ankunft ſeinen Weg dahin richtete, nicht gleich begleiten wollte? Sie erfuhr aber eine Genugthuung, welche ſie nie geträumt hatte: die Gräfin Francesca kam mit Max zu⸗ rück, um Cajetana zuerſt zu begrüßen. Als dieſe ſie vom Fenſter in dem wohlbekannten Wagen erkannte, eilte ſie ihr beſchämt und freudig bis auf den Hausflur entgegen. Die Gräfin litt es nicht, daß ſie ihr die Hand küßte; ſie ſchloß ſie ſtumm in ihre Arme und ließ ſich von ihr in das Zimmer führen, wo ſie Cajetana erſt aufmerkſam be⸗ trachtete. Die junge Frau mußte wohl die Prüfung gut beſtehen. Sie nahm den Glückwunſch der Gräfin demü⸗ thig auf und brachte ihr auf Verlangen ihren Knaben, den Francesca, welche ſelbſt kein Kind beſeſſen, mit freundlichen Blicken anſah. Von der Vergangenheit war teine Rede; die Gräfin ſprach baldmöglichſt von der Schenkung des Reichsgrafen und wies Riedau an den Grafen Trautſon, welcher es bei der Abreiſe Wratislaw's, der zu diplomatiſchen Verhandlungen verſchickt war, übernommen hatte, dieſe Angelegenheit zu ordnen. Dann erzählte ſie kurz, daß Fräulein Riedau aus ihrem Dienſt am Hofe getreten ſei und eine eigene Wohnung bezogen habe wo? das wußte die Gräfin nicht. Sie brach nun auf, und beim Abſchiede, den ſie von Cajetana nahm, zeigte ſie eine wahre, vom Herzen kommende Innigkeit.Wir

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