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hüten!“ So nahte der Frühling, als nach langer Zeit, wohl einem Jahre, in welchem Riedau gar keine Nach⸗ richten aus Oeſterreich erhalten hatte, ein Brief ankam, der freilich ſelbſt ein ſehr altes Datum trug und lange ge⸗ wandert und gelegen war, ehe er ſeine Beſtimmung ge⸗ funden hatte. Zugleich mit dieſem Briefe, deſſen ſich Ca⸗ jetana bemächtigte, denn er trug die Aufſchrift an ſie, überbrachte der Ordonnanzreiter auch ein Schreiben mit dem Siegel einer kaiſerlichen Kanzlei an Riedau. Daſſelbe machte auf einmal in Mar allen Zweifeln ein Ende. Der Prinz Eugen berief ihn nach Wien, wo er ſich bei ihm melden ſollte. Ehe Mar aber noch Cajetana davon Mit⸗ theilung machen konnte, lachte dieſe hell auf.„Mar! höre doch!“ rief ſie.„Hier hab ich von der Gräfin Königsegg einen Brief: der alte Herr hat mir ein Haus geſchenkt!“ Und ſie lachte über dieſe Nachricht, die ihr ſo wunderlich vorkam, von Neuem ganz ausgelaſſen, bis ihr auf einmal der Zuſammenhang, der Beweggrund, das ganze Verhältniß zum Bewußtſein kam und ſie ſich ihrer unverſtändigen Gedankenloſigkeit ſchämte. Sie war noch immer ein harmloſes Kind!—
Mar war überraſcht und betroffen, als er den Brief der Gräfin auf Cajetana's Begehren laut las. Derſelbe war nur kurz. Er benachrichtigte Cajetana, daß der Reichsgraf von Cronberg ihr durch eine Schenkungs⸗


