Teil eines Werkes 
4. Bd. (1860)
Entstehung
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Roth.Ich bin gekommen, Abbitte zu thun, ſprach er feſter, als zuvorich habe zu Wien von meiner Schuld die bittere Ueberzeugung gewonnen ein Verrath, wie er nicht ſchwärzer erſonnen werden kann, hat mich in das Verderben geſtürtzt, an einer Heiligen zu freveln darum bin ich hier, Max, und auch Dich wollt' ich morgen aufſuchen

Iſt es ſo, rief Mar,o dann laß uns von Allem ſchweigen! Es konnte ja nicht anders ſein.

Lebt wohl! entgegnete Colonna plötzlich, als auch Cajetana's Auge nach ihres Gemahls Worten ſich mit einem göttlichen Strahl der Verzeihung auf ihn rich⸗ tete. Eine jähe Bläſſe kehrte auf ſein Antlitz zurück, er wandte ſich ab, und ohne auf Riedau's Bitte zu achten, eilte er hinweg hinaus, wo ſein Roß ſtand, und dann aus der Stadt, im donnernden Galopp, daß ein Hufeiſen ſeines Pferdes losgeriſſen in das höchſte Fenſter eines Hauſes flog.

Marx und Cajetana blieben tief bewegt zurück, aber ſie ſprachen ſich aus und die Ruhe kehrte ihnen bald wieder. Sie konnten ihn nur bemitleiden, ihr Glück wurde dadurch nicht berührt. Mar erzählte, daß er, da ſeine Marſcheolonne heute nur wenige Miglien von dem Wagenzuge ſeitwärts lag, dieſe Nähe benutzt habe, um Nachmittag für ein Paar Stunden Urlaub zu nehmen,