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rechts hin zeigten ſich ſaftgrüne weite Fluren der Nie⸗ derung: es waren die reich bewäſſerten Reisfelder, die ſich nach Mantua hinziehen. Cajetana that es leid, als ſchon vor der Mittagszeit der Marſch beendigt wurde; ſie wäre noch gern ſtundenlang in diefer köſtlichen Umgebung gefahren, in der ſie nur Eins vermißte, das ſie in Stauf⸗ fenried immer beſonders entzückt hatte: das Lied und das Flattern munterer Vögel.
In dem Städtchen, wo Quartier gemacht wurde, er⸗ hielt ſie ein hohes, großes Zimmer, wohl verſperrt nach Landesart gegen Licht und Luft, welche die Bevölkerung, die mehr auf der Straße als im Hauſe lebt, draußen ſucht. Cajetana ließ dieſe ihre Lebenselemente gleich ein⸗ ſtrömen, aber die Ausſicht war nur auf eine enge Gaſſe und einen halbverfallenen Springbrunnen, deſſen Waſſer karg und melancholiſch plätſcherte. Das Alles mißfiel Cajetana im höchſten Grade, und ſie hätte es vorgezogen, draußen vor der Stadt bei dem Wagenpark im Freien zu bleiben, wenn es ſich nur geſchickt hätte. Nach dem Mittagsmahle mit der unvermeidlichen Polenta bedauerte ſie, daß ſie ſich die Sieſta zu halten nicht angewöhnt hatte, wozu ſie ſchon bei der Gräfin Francesca Gelegenheit gehabt hätte, aber ſie fand das beſte Mittel, ihre Ungeduld zu ſtillen, indem ſie im Hauſe Schreibzeug verlangte und mit einiger Mühe auch erhielt. Sie ſchrieb an Max;


